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JURYBEGRÜNDUNGEN
Anja Salomonowitz zwischen Dokumentation und Abstraktion vermittelnder Film erzählt von Prostitution und Hausmädchen, von Macht und Ohnmacht, vom Ausgeliefertsein in fremden Umgebungen. Salomonowitz entscheidet sich in ihrem streng strukturierten Film dagegen, vordergründige Empörung oder nur Empathie zu erheischen und bricht stattdessen die Mechanismen von Identifikation auf.
Aus der Jury-Begründung für den Wiener Filmpreis, Viennale 2006
Intelligent strukturiert verbindet Anja Salomonowitz` Dokumentarfilm über Frauenhandel und illegale Migrantinnen doppelbödig inszenierte Realität zu einer spannend-erhellenden Analyse gesellschaftlicher Missstände. Dabei verwischt der Film auch die Grenzen zwischen den sozialen Schichten der Protagonisten und verlangt so vom Betrachter, eine eigene Position einzunehmen. Der sowohl eigenwillige als auch spielerische Blick der Regisseurin provoziert die Neugierde des Zuschauers, der durch die inszenatorische Konfrontation mit authentischen Schicksalen nachhaltig berührt das Kino verlässt.
Jury-Begründung Caligari-Preis, Berlinale 2007
Wir möchten eine Kameraarbeit auszeichnen, die ein subtiles filmisches Konzept zu visualisieren versteht. Durch eine konsequente Bildgestaltung und Farbdramaturgie gelingt die Verfremdung des dokumentarischen Bildes.
Jury-Begründung AAC-Preis für beste Bildgestaltung, DIAGONALE 2007

