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PRESSESTIMMEN
Anja Salomonowitz lässt fünf Österreicherinnen und Österreicher aus typischen Mittelstandsmilieus von fünf Einzelschicksalen verkaufter Frauen erzählen - in fünf streng kadrierten Einzelepisoden und an für Schleusung und Ausbeutung exemplarischen Schauplätzen: einer Zollstation, einem provinziellen Eigenheim, einer Bordell-kneipe, einer Konsul-Villa und einem Wiener Taxi. (...)
Die Einzelschicksale von Prostituierten, Au-pair-Mädchen und Ehefrau-Geiseln, die Anja Salomonowitz auf der Grundlage der Geschichten von entkommenen Frauen schrieb, erzählen von Verrat, Ausbeutung, Entwürdigung, Körperverletzung. Sie trugen sich an ähnlichen Orten zu, wie Anja Salomonowitz sie ausstellt. Die verallgemeinernde Filmsprache betont jedoch, dass es sich nicht um biografische Resümees handeln soll, sondern dass hier ein genereller Zustand, ein permanentes Tabu verhandelt wird. Dieser Film macht die Nabelschnur zwischen Kriminellen und Profiteuren, zwischen fremdem Trafficking und einheimischen Nutznießern und Nutznießerinnen bewusst.
Claudia Lenssen, die tageszeitung, Berlin
"Kurz davor ist es passiert" nimmt Godards berühmte Wendung wörtlich, es gehe nicht darum, "politische Filme" zu machen, sondern "Filme politisch" zu machen.
Jenny Bleek, Zitty Berlin
Anja Salomonowitz findet zu einer überzeugenden Mischung aus Dokumentarmaterial und Inszenierung, um von Frauenhandel und Zwangsprostitution zu berichten.
Christina Nord, TAZ, Berlin
Man fühlt sich angegriffen. Ertappt. Informiert und berührt zugleich.
Rolf Rüdiger Hamacher, Film-Dienst, Köln
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Eine Doku, die so gar nicht den gewohnten Ästhetiken und Formalismen des Genres entspricht, da die darin erzählten wahren Geschichten mit einer fiktionalen Ebene verknüpft werden und die filmischen Bilder außerordentlich kunstvoll inszeniert sind...
CITY, Wien
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Kurz davor ist es passiert versteht sich als hochstilisiertes Planspiel, als dokumentarische Fiktion.
Stefan Grissemann, Profil, Wien
Sie wird "eines der grössten Talente Österreichs" genannt und sprengt mit ihrem zweiten längeren Film spielerisch die Grenzen zwischen Dokumentation, Realität und fingierter Wahrheit. Simone Veenstra, Tagesspiegel, Berlin



