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Kernig und urig: Kinder, herausgeputzt in Dirndl und Lederhose

Eine Freude ist es, über den Festplatz zu schlendern und dabei die Leute zu beobachten. Besonders gern gesehen, begleitet von entzückten Ausrufen, sind Kinder in Trachten. Die ganze Familie hat sich herausgeputzt und in Trachten gekleidet – begonnen bei Mama und Papa in feschem Dirndl und uriger Lederhose, bis hin zum jüngsten Spross, noch im Kinderwagen, aber schon in einer Krachledernen schick zurecht gemacht. Trachten für Kinder sind nicht so teuer, wie man dies vielleicht annehmen möchte – und können, wenn sie nicht mehr passen, viele Jahre noch für die nächste Generation aufgehoben werden, denn sie kommen niemals aus der Mode. Wer sich diese Lagerung nicht antun möchte, findet auf Versteigerungsbörsen oder in Second Hand Läden begeisterte Abnehmer, sogar für komplette Sets.

Trachten, schon für das Baby

Dank der modernen Zeit gibt es ja nichts mehr, was es nicht gibt. Also gibt es schon in Babygrößen Lederhosen und kleine Kleidchen, die dem Dirndl nachempfunden werden. Zwar wird zum Beispiel beim Dirndl auf eine Rüschenbluse verzichtet, sondern zumeist ein Kleid mit geschlossenem Mieder gekauft – Karotte und Fläschcheninhalt lassen sich aus den Rüschen oft nur schwer entfernen. Die Schürze ist nicht selten am Kleidchen festgenäht, damit das Baby nicht durch gebundene Schleifen beim Liegen behindert wird. Nette Höschen, über der Windel getragen, lassen dann aber doch Rüschchen hervorblitzen – keck und kokett also schon im Alter von wenigen Monaten. Kaum jemand kann sein Entzücken verbergen, angesichts so charmanter Babytrachten.

Kinder- und Jugendtrachten

Leider passen Trachten, wie auch andere Kinderkleidung, immer nur einige Monate – einen Sommer lang sozusagen. Wer klug handelt, kann aber einen Teil der Kosten für den immer wieder anstehenden Neukauf durch Weiterverkauf der kaum getragenen Dirndl und Lederhosen wieder hereinbringen. Mit zunehmendem Alter beginnen die Kinder allerdings auch, ein Mitspracherecht über ihre Kleidung anzumelden. Die Kinder, vor allem im Grundschulalter und in der Pubertät zu etwas zu zwingen, ist nicht unbedingt sinnvoll. Doch da die Trachtenmode alles andere, als unmodern ist und viele Altersgenossen sich ebenfalls so anziehen, wenn es zum Volksfest geht, werden Lederhose und Co. auch im Kinder- beziehungsweise Jugendalter gerne angenommen.